„PRIMUS-Schulen brauchen klares Bekenntnis“

Veröffentlicht am 02.10.2019 in Landespolitik

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Im Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hat die Landesregierung heute Stellung zum Schulversuch PRIMUS genommen. Die SPD-Landtagsfraktion hatte einen Bericht angefordert, um Klarheit über die Zukunft der Schulform zu erlangen.

Hierzu erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW und die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Christina Weng:

Schulministerin Gebauer hätte heute gut daran getan, sich eindeutig zugunsten der PRIMUS-Schulen zu äußern. Diese Chance hat sie leider vertan. Die fünf nordrhein-westfälischen PRIMUS-Schulen – unter anderem in Minden –  und die jeweiligen Kommunen verdienen eine klare Aussage darüber, welchen Stellenwert sie für die Landesregierung haben – und in Zukunft haben werden.

Die durch einen Medienbericht über ein angeblich vorzeitiges Aus der PRIMUS-Schulen ausgelöste Debatte hat sehr deutlich gemacht, wie groß die Unsicherheit bei Schulträgern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern ist. Umso wichtiger wäre ein klares Bekenntnis der Schulministerin gewesen. Aber das blieb heute leider aus. Anstatt auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren, versteckt sich die Ministerin hinter Zeitplänen.

Für uns ist klar: Die PRIMUS-Schule ist eine echte Weiterentwicklung für unser Schulsystem. Die Rückmeldungen aus den Schulen sind sehr positiv. Der Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung der Universitäten Bremen und Münster hat bereits im April 2018 ausdrücklich empfohlen, über eine Verstetigung der fünf PRIMUS-Schulen nachzudenken. Ein drohendes Auslaufen der Schulform wirke schon heute wie eine schwere Hypothek. Die Reaktionen der letzten Tage bestätigen diese Einschätzung leider, und die Landesregierung hat dem in der heutigen Ausschusssitzung in keiner Form entgegengewirkt.

 
 

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