Frau Gebauer darf die Bildungspolitik nicht weiter dem Finanzminister überlassen

Veröffentlicht am 04.09.2019 in Landespolitik

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW setzt in dieser Legislaturperiode einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des schulischen Ganztags. Ihr Konzept sieht dabei auch einheitliche Qualitätsstandards für gesundes Essen in Kitas und Schulen vor. Für das kommende Plenum (18.-20. September) hat sie einen Antrag beschlossen, mit dem sie die Landesregierung dazu auffordert, einen Orientierungsrahmen für gesunde Kita- und Schulverpflegung zu entwickeln.

Hierzu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Zu einem guten Ganztag gehört auch gesundes Essen. Leider herrschen in unseren Kitas und an unseren Schulen aber qualitativ sehr große Unterschiede. Nur ein geringer Anteil der Schulen produziert Mahlzeiten in einer Frischküche, während fast die Hälfte verzehrfertiges Essen serviert. Einheitliche Qualitätsstandards fehlen bislang völlig. Dabei raten Ernährungswissenschaftler dringend dazu. Denn eine gute Essensversorgung ist ein wichtiger Bestandteil für ein gelingendes Aufwachsen unserer Kinder. Jedes Kind muss daher Zugang zu mindestens einem gesunden, warmen und kostenfreien Essen pro Tag haben.

Frau Gebauer ist auf diesem Feld bisher sträflich untätig geblieben. Das gilt für ihre Schulpolitik im Bereich der Grundschule insgesamt. Masterplan Grundschule? Fehlanzeige!
A13 für alle? Fehlanzeige! Und auch bei der Umsetzung eines schulscharfen Sozialindex gibt es von ihr bisher keine erkennbare Initiative. Stattdessen gilt ihr Hauptaugenmerk nur den Gymnasien in unserem Land. Ansonsten verweist sie auf finanzielle Zwänge. Damit überlässt sie die Bildungspolitik dem Finanzminister. Für eine Bildungsministerin ist das zu wenig.“

 
 

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